05.02.2012

PM-Neujahr-2012

Frauen Im Aufbruch – Neujahrsempfang der ASF
Vorkämpferinnen für Frauenrechte und kulturelle Vielfalt

Immer wieder sonntags, traditionell im Februar lädt die Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen (ASF) zum Neujahrsempfang. So auch am 5. Februar 2012 ins CITY46 in der Birkenstraße.
Lebhaft ging es zu beim Sektempfang im Kinofoyer, eine gerne wahrgenommene Gelegenheit zum informellen Austausch. Der Programmablauf enthielt jedoch noch weitere Tagesordnungspunkte. Eingeleitet mit der Begrüßung durch die ASF-Landesvorsitzende Verena Behrens und einem kurzen Ausblick auf das kommende Jahr, kam das diesjährige Motto Frauen im Aufbruch zur Umsetzung.

Andrea Buchelt, sie ist u.a. die Herausgeberin des Bremer Frauenbrachenbuchs, stellte die Ausstellung Frauen im Aufbruch - 100 Jahre bremische Wirtschafts- und Kulturgeschichte, vor. Diese Ausstellung porträtiert 24 Frauen, darunter sind Louise Ebert, Lale Andersen und Hilde Adolf. Es werden die teilweise unkonventionellen, immer aber von dem Wunsch nach selbstbestimmten Leben getragenen Biografien, dargestellt. Zur Überraschung aller stellte sich an diesem Vormittag heraus, dass eine der vorgestellten Frauen im heutigen City46 Spuren hinterlassen hat: Käte van Tricht, geboren 1909 in Berlin, war vierzig Jahre lang Domorganistin in Bremen und als Konzertorganistin international gefragt. Nach ihrer Pensionierung verwirklichte sie ihre frühen Ambitionen zur leichten Musik und trat als Veranstalterin und als Begleiterin von Stummfilmen auf. So auch im Kino46 in Walle, dem sie ein Klavier hinterließ, welches im City46 bis heute zur Begleitung von Stummfilmen genutzt wird.

Den musikalischen Schwerpunkt setzte das Konzert des Interkulturellen Stadtteilorchesters „insan…popular“ aus Huchting. Das Orchester ist Preisträger der Bremer-Diversity-Auszeichnung „Der Bunte Schlüssel:Vielfalt gestalten!“. Das Repertoire der Gruppe besteht aus Liedern und Geschichten verschiedener Kulturen, mitgebracht aus der Heimat und vorgetragen in den Sprachen der beteiligten Musiker/-innen. Zu hören waren mitreißende Lieder und berührende Balladen u. a. aus Bulgarien, Russland, Israel, Albanien, Iran und der Ukraine. „Bewegende Momente und ein ausgesprochen gelungenes Beispiel für engagierte Kulturarbeit im Stadtteil. Menschen mit verschiedenen Biografien musizieren gemeinsam, tauschen sich aus und planen für die Zukunft - sie ernten Anerkennung für ihre Kunst und finden so einen Platz in der hiesigen Gesellschaft „ so das Fazit der ASF-Landesvorsitzenden Verena Behrens zu diesem anregenden Vormittag.