Equal Pay Day 2012

EQUAL PAY DAY, 23. MÄRZ 2012 AUF DEM MARKTPLATZ IN BREMEN
Seit 2008 wird am Equal-Pay-Day auch hierzulande darauf aufmerksam gemacht, dass die Bruttoverdienste von Frauen im Durchschnitt wesentlich niedriger sind als die von Männern. Das Datum ändert sich jährlich, denn es markiert den Zeitraum, den Frauen länger arbeiten müssen, um das Einkommen zu erzielen, das Männer schon am 31. Dezember des vorangegangenen Jahres in der Tasche hatten.
2009 war Lohngleichheit am 20. März, 2010 am 26. März, 2011 am 25. März erreicht. Jetzt also am 23. März.
23 % beträgt die Differenz bei Einbeziehung aller Erwerbseinkommen von Männern und Frauen quer über alle Branchen. Wenn Unterschiede wie Beruf, Qualifikation, Alter, Region usw. berücksichtigt werden, bleibt ein rational nicht erklärbarer Unterschied von etwa 8 %.
Vor allem Arbeitgeberverbände (wie z.B. der Verband der bayerischen Wirtschaft) verwenden viel Mühe darauf, auch diesen Unterschied wegzuerklären. Die Frauen seien selber schuld, denn
- sie wählten die falschen Berufe,
- sie agierten ungeschickt bei Gehaltsverhandlungen,
- sie scheuten sich, mit Kolleginnen und Kollegen in Wettbewerb zu treten,
- sie vermieden Risiken und strebten kaum nach Führungspositionen.

Wir lassen uns davon nicht beirren, denn von Entgelt-Ungerechtigkeit führt ein direkter Weg zu ungerechter Altersversorgung.
UNSERE FORDERUNGEN SIND:

Gleicher Lohn für gleiche Arbeit
Ein Entgeltgleichheitsgesetz, damit Frauen für ihre Arbeit den gleichen Lohn erhalten wie Männer.

Aufwertung von Frauenberufen
Geregelte Ausbildungsgänge und Abschlüsse,
Angemessene Bezahlung und Aufstiegsperspektiven.

Neue Beschäftigungsmodelle
Sozialversicherungspflichtige Beschäftigung ab dem ersten EURO,
Arbeitszeitregelungen, mit denen Frauen und ihre Familien leben können
und ein flächendeckender Mindestlohn, damit Frauen und Männer von ihrer Arbeit leben können.

Frauen in Führungspositionen
Ein Gleichstellungsgesetz für die Privatwirtschaft, damit auch in Deutschland Frauen in Führungspositionen der Wirtschaft vordringen können.
Eine Quotenregelung von 40% für die Aufsichtsräte, damit Frauen auch in den Aufsichtsgremien der Unternehmen ihre Fähigkeiten einbringen