"WE WANT SEX"

SPD Frauen luden Frauen zur Filmvorführung “WE WANT SEX” am Sonntag, dem 13. März 2011 ins Kino Atlantis, Böttcherstr. 4, Bremen ein. Die ASF Bremen und einige Kandidatinnen der SPD für die Bürgerschaft 2011-2015 freuten sich auf einen politischen Frauennachmittag. Einlass war ab 14.00 Uhr, Filmvorführung 15.00 - 17.00 Uhr; Eintritt frei!

Aus der Inhaltsangabe zum Film: ...Wir schreiben das Jahr 1968. Neben vielen tausenden Männern, die im Ford-Werk Dagenham jeden Tag ein und aus gehen, machen sich auch 187 Frauen wochentags auf, ihre Arbeit in der Näherei aufzunehmen. Ihr Arbeitsort in einer großen Halle ist jedoch wenig aufmunternd, da es dort sehr heiß ist, was sie oftmals zwingt, in Unterwäsche zu arbeiten. Unmut herrscht zwar, aber kaum jemand traut sich, etwas zu machen. Dies ändert sich, als die Ford-Führungsebene entscheidet, die Frauen als "unqualifizierte Arbeitskräfte" einzustufen, damit sie deren Löhne tief halten können.

Die SPD Bürgerschaftskandidatinnen sind: Ingelore Rosenkötter, Renate Jürgens-Pieper, Petra Krümpfer, Sarah Ryglewski, Insa Peters-Rehwinkel, Ulrike Hiller, Karin Garling, Antje Grotheer, Melanie Kennard, Margitta Schmittke, Sanem Erdinc, Birgit Busch, Valentina Tuchel, Susanne Kröhl, Ruken Aytas, Renate Möbius, Maren Bullermann, Karin Bohle-Lawrenz, Irmtraud Konrad, Linda Warnken, Kadriye Pile, Petra Wontorra, Gule Iletmis


Was sagt die Filmkritik

Auch heute kämpfen die Frauen immer noch um Lohngleichheit. Die Schere zwischen ihnen und den Männern ist in dieser Beziehung zwar nicht mehr so weit auseinander wie noch in den Sechzigerjahren, doch die Ungerechtigkeit gibt es noch. Nigel Cole zeigt in seinem Film nun die Anfänge dieses Kampfes in England. Wie gut, dass er dabei Männer und Frauen gleichermaßen unterhalten kann.
Obwohl das Thema schwerfällig ist, beweist Cole erneut, dass er es wie kein zweiter versteht, Dramatik und leichtfüßigen Humor zu kombinieren. Nach zwei Ausflügen ins amerikanische Kino mit eher mäßigen Erfolg (A Lot Like Love, $5 a Day) stellt Made in Dagenham (deutsche Übersetzung WE WANT SEX)auch seine Rückkehr in die Heimat Großbritannien dar - und Cole war nie besser. Es wäre ein leichtes gewesen, auf Frauen-Klischees herumzureiten und aus Made in Dagenham eine Komödie zu machen. Doch Cole nimmt das Thema wie auch seine Figuren ernst. Nur zur zwischenzeitlichen Auflockerung bedient er sich einiger Klischees, welche vor allem in Nebenrollen zu finden sind. Doch ansonsten ist es die Geschichte, die das treibende Element ist und nicht irgendwelche dummen Witze.

Obwohl der Film an sich wenig Angriffsfläche bietet, hat er trotzdem seine Schwächen. Die schlimmen Arbeitszustände der Frauen sind für den Zuschauer nicht wirklich ersichtlich, und gegen Ende hin trägt Cole auch etwas gar dick auf mit vielen emotionalen Reden. Zudem hätte man eine Nebenhandlung mit den Modelambitionen einer der Streikenden getrost weglassen sollen. Doch ansonsten unterhält der Film knappe zwei Stunden ohne Probleme.

Fazit:

Made in Dagenham ist tolles Schauspielerkino mit viel Dramatik und genügend Pepp. Nigel Cole ist damit sein bestes Werk gelungen, was er nicht zuletzt einem tollen Cast zu verdanken hat. Für kommende Lohngespräche könnten einige Reden, die im Film geschwungen werden, sogar noch hilfreich sein, was den Kinobesuch gerade doppelt lohnenswert macht.